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Bergwacht Berchtesgaden - 24.06.2006

Arzt starb an Herzversagen

Auch am vergangenen herrlichen Sommerwochenende wurde die Bergwacht Berchtesgaden wieder zu einer Reihe von Einsätzen gerufen. Am Samstag gegen 9.00 Uhr kam eine Alarmierung zu einer Kreislaufschwäche im oberen Teil des Krautkasersteiges am Jenner. Eine Gruppe leitender Klinik-Ärzte machte im Rahmen eines Kongresses für Kardiologie in Bad Reichenhall eine Bergwanderung auf den Jenner. Unmittelbar vor dem Krautkaser verstarb ein 52-jähriger Arzt aus dem Raum Hanau vermutlich an einem plötzlichen Herzversagen.

Das Einsatzleiterfahrzeug der Bergwacht befand sich im Jennergebiet und war dadurch schon nach ganz kurzer Zeit am Einsatzort. Die anwesenden Ärzte konnten mit der Notarzt-ausrüstung der Bergwacht die eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen fortsetzen. Auch der angeforderte Notarzt im Rettungshubschrauber »Christoph 14 « und ein Bergwachtarzt konnten aber trotz einer eineinhalbstündigen Reanimaion schließlich nur noch den Tod feststellen.
Ein Polizeibergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden nahm den Sachverhalt auf, ehe der Verstorbene von der Bergwacht zu Tal gebracht wurde. Ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteam vom örtlichen Roten Kreuz betreute vor Ort die Ehefrau und die weiteren Gruppenmitglieder.

Abbildung: * - Der am Hohen Brett verunglückte Kletterer wird nach der Bergung aus der Wand mit seinem Retter zum Zwischenlandeplatz geflogen.

Am Sonntag war es dann zunächst eine Japanerin, die beim Fotografieren auf dem Jennergipfelweg offensichtlich von der großartigen Landschaft so fasziniert war, dass sie über den Wegrand hinaustrat und abstürzte. Die Urlauberin erlitt eine Kopfverletzung und wurde mit dem Rettungshubschrauber zum Krankenhaus Berchtesgaden gebracht.

Am Mitterkaserjoch im Jennergebiet stürzte ein Urlaubsgast aus Nordbayern und zog sich dabei eine Beinverletzung zu. Die 65-jährige Frau wurde von einer Einsatzgruppe versorgt und zum Krankenhaus Berchtesgaden gebracht.

Gegen 15.00 Uhr ereignete sich ein Kletterunfall in den Südwest-Wänden des Hohen Bretts. Aus einer Zweierseilschaft wurde ein Kletterer von einem herabstürzenden Stein getroffen und am Bein verletzt. Der 60-jährige Bergsteiger aus dem Talkessel wurde mit dem Rettungshubschrauber »Christoph 14« mit einer so genannten Kapperbergung aus der Wand geholt, am Zwischenlandeplatz versorgt und zum Krankenhaus Berchtesgaden geflogen. Bei diesem System wird ein Bergwachtmann am 25 Meter langen Seil vom Hubschrauber aus genau beim Verletzten platziert. Der Retter fixiert den Verletzten an seinem Gurt und durchtrennt dann die Seilsicherung des Verletzten. Der Retter wird mit dem Verletzten aus der Wand zum Zwischenlandeplatz geflogen