Bergwacht Berchtesgaden - 17.07.2011

Einsätze in der Watzmann Ostwand und am Grünstein

Die Bergwacht Berchtesgaden musste am Wochenende zu 5 Rettungseinsätzen ausrücken.

Am Samstag ging bereits um 9.20 Uhr der erste Alarm bei der Bergwacht Berchtesgaden ein. 2 Bergsteiger und eine Bergsteigerin aus Ostdeutschland waren im Bereich des 1.Sporns am Berchtesgadener Weg in der Watzmann Ostwand unterwegs. Einer der 3 Bergsteiger kam dabei vom richtigen Weg ab und kam in steilem Schrofengelände nicht mehr vor und zurück. Da dieser auch das einzige Seil der Seilschaft dabei hatte, konnten ihm die beiden anderen nicht helfen.

Kurze Zeit später ging auch noch ein zweiter Alarm beim Einsatzleiter der Bergwacht ein. Auf dem Weg zur Gotzenalm im Bereich der Seeaualm litt ein 53jähriger Mann aus dem Raum Bad Reichenhall an akuten Herzproblemen. 

Der in der Zwischenzeit am Bergwachtlandeplatz eingetroffene Rettungshubschrauber „Christoph 14“ wurde deshalb sofort zur Seeaualm umgeleitet. Die Notärztin des Hubschraubers und ein Bergwachtmann wurden zur Versorgung des Patienten an der Unfallstelle abgesetzt. Anschließend brachte der Hubschrauber 2 weitere Bergwachtmänner in die Watzmann-Ostwand um die 3 Bergsteiger in der Wand zu sichern. In der Zwischenzeit wurde noch ein zweiter Hubschrauber von der Bundespolizei aus Bad Tölz für die Bergung der 3 Bergsteiger aus der Ostwand nachgefordert. Der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ flog in der Zwischenzeit wieder zurück zur Seeaualm um den dortigen Patienten abzuholen.

Der inzwischen vom Notarzt stabilisierte Patient hatte aber Flugangst und wollte keinesfalls mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Deshalb wurde dieser mit einem zwischenzeitlich ebenfalls an der Seeaualm eingetroffenen Rettungsfahrzeug der Bergwacht abtransportiert. Auch in der Watzmann Ostwand ging der Einsatz mit dem zweiten Hubschrauber von der Bundespolizei weiter. Die mit Rettungswinde ausgestattete Maschine holte nacheinander die drei Bergsteiger und die zwei Bergwachtmänner aus der Wand, setzen diese am Zwischenlandeplatz St. Bartholomä ab. Nachdem alle aus der Wand geholt worden waren, wurden alle miteinander weiter zum Bergwachtlandeplatz geflogen. Gegen 13.00 war dieser Einsatz beendet.

Nach einer kurzen Mittagspause für die Bergwachtmänner kam bereits um 13.30 der nächste Einsatz. Am Grünsteinklettersteig, hatte ein Mann akute Kreislaufprobleme. Sofort wurde zur Unterstützung der Rettungshubschrauber "Christoph 14" angefordert. Zwischenzeitlich kam auch ein Bergwachtmann, der zufällig im Klettersteig unterwegs bei dem Patienten an. Der Rettungshubschrauber setzte unverzüglich seine Notärztin im Schwebeflug in der Nähe der Unfallstelle am Grat ab. Während der Erstversorgung des Patienten wurde ein weiterer Bergwachtmann an der Unfallstelle mit dem Bergetau abgesetzt. Anschließend wurde der Mann zusammen mit der Ärztin per Bergetau zum Zwischenlandeplatz an der Kunsteisrodelbahn am Königssee gebracht. Nach Verladung in den Hubschrauber wurde der Patient dann ins Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall geflogen. Die beiden Bergwachtmänner stiegen mit den Begleitern des Mannes weiter zum Grünsteingipfel auf.

Auch am Sonntag gab es bereits um 9.20 Uhr den ersten Alarm. Auf der Gotzenalm hatte sich eine Frau eine Knieverletzung zugezogen. Zwei Bergwachtmänner fuhren mit einem Rettungsfahrzeug zur Gotzenalm und holten diese dort ab.

Der letzte Einsatz war dann noch am Nachmittag um kurz vor 15 Uhr. Ein 72jähriger Mann aus Baden Württemberg hatte im Bereich des Seeleinsees Probleme mit dem Kreislauf. Da der Rettungshubschrauber aus Traunstein bei einem Bergrettungseinsatz in Bad Reichenhall unterwegs war, wurde der Rettungshubschrauber „Christhopherus 6“ aus Salzburg zur Unterstützung angefordert. Mit einem Bergwachtmann flog dieser zum Seeleinsee. Dort wurde der Patient erstversorgt und anschließend ins Landeskrankenhaus nach Salzburg geflogen.