Am Pfingstsonntag wurde die Bergwacht Berchtesgaden zu einem Einsatz zwischen Malerwinkel und Wasserfall am Königssee gerufen. Eine Person stürzte aus 4 Metern Höhe am Wasserfall ab und zog sich dabei schwere Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen zu. Nach Abschluss des Einsatzes gab es noch eine weitere Alarmierung.
Fotos: Aktivnews
Gegen 18.30 Uhr wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden über eine verletzte Person zwischen Malerwinkel und Wasserfall informiert. Umgehend wurde auch die Rettungsmannschaft mit dem diensthabenden Bergwacht Notararzt durch die Rettungsleitstelle Traunstein alarmiert. Zeitgleich wurde auch noch die Wasserwacht Berchtesgaden mit dem Motorrettungsboot alarmiert. Der Bergwacht Notarzt fuhr als Voraustrupp in Richtung Unfallstelle und klärte die genaue Lage des Patienten und dessen Verletzungsbild ab. Die nachkommende Mannschaft brachte das Rettungsgerät vor Ort. Aufgrund der schweren Verletzungen des Patienten forderte der Einsatzleiter der Bergwacht einen Hubschrauber nach. Da der Rettungshubschrauber aus Traunstein zu diesem Zeitpunkt jedoch anderweitig gebunden war, alarmierte die Rettungsleistelle den österreichischen „Alpin-Heli 6“ aus Waidring. Der Abtransport des Verletzten erfolgte zuerst von der Unfallstelle mit dem Wasserwachtboot bis zum „Echostüberl“. Dort landete der „Alpin-Heli 6“. Der Patient wurde von den Rettungskräften umgelagert und mit dem Hubschrauber ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg geflogen.
Als die Rettungskräfte der Bergwacht gegen 20.00 Uhr wieder in der Rettungswache einrückten, bekamen sie per Funk von der Leitstelle eine Meldung über Lichtzeichen aus Richtung Kühroint. Diese Lichtzeichen wurden von mehreren Personen die sich am Königssee aufhielten gemeldet. Da sich der „Alpin-Heli 6“ noch in Salzburg bei der Patientenübergabe befand, wurde eine Landung am Bergwachtlandeplatz zur genauen Einsatzbesprechung vereinbart. Nach einem kurzen „Briefing“ der Einsatzkräfte mit der Hubschrauberbesatzung, flogt der „Alpin-Heli 6“ den Bereich ab. Jedoch war aus der Luft nach längerer Suche nichts, was auf einen Notfall hindeuten würde, zu erkennen und deshalb wurde der Einsatz von der Eisatzleitung abgebrochen.
Die Bergwacht Berchtesgaden war mit insgesamt 6 Mann und dem Bergwacht Notarzt im Einsatz.