Am Montagabend stürzte ein Bergsteiger aus Hamburg beim Abstieg vom Hohen Brett ab und zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Die Bergwacht Berchtesgaden rettete den Mann bei strömendem Regen.
Gegen 17 Uhr war der angekündigte Schlechtwettereinbruch mit starkem Regen schon über den Berchtesgadener Alpen. Schneefall war bis 1 200 Meter vorhergesagt. Eine Gruppe von vier Personen aus Hamburg ging am Montag vom Purtschellerhaus über den Hohen Göll zum Hohen Brett und stieg von dort zum Stahlhaus ab. In der Scharte am Übergang zum Pfaffenkegel rutschte einer aus der Gruppe am nassen Fels aus und stürzte rund 15 Meter ab. Zwei Begleiter blieben bei dem Verletzten, während einer zum Stahlhaus abstieg, um Hilfe zu holen.
Der Hüttenwirt des Stahlhauses führte die Alarmierung der Bergwacht um 19.10 Uhr durch und stieg dann zur Unfallstelle auf. Auf dem Pfaffenkegel kam ihm der Verletzte mit seinen beiden Begleitern mühsam entgegen. In der Zwischenzeit traf schon ein Rettungsfahrzeug der Bergwacht am Stahlhaus ein. Ein weiteres Fahrzeug mit Mannschaft, darunter auch ein Bergwachtarzt, und Rettungsgerät war kurz darauf am Einsatzort. Bei immer stärker werdendem Regen wurde der Verletzte zum Stahlhaus gebracht und dort notärztlich versorgt, ehe er mit einem Bergrettungsfahrzeug zum Krankenhaus nach Berchtesgaden gefahren wurde.
Der Rettungshubschrauber aus Traunstein wurde alarmiert, musste aber nach kurzer Zeit wetterbedingt und bei völliger Dunkelheit wieder abdrehen. Insgesamt waren acht Bergwachtmänner bis gegen 22.00 Uhr im Einsatz.