Vom vergangenen Freitagabend bis zum Sonntag wurde die Bergwacht Berchtesgaden zu insgesamt acht Einsätzen alarmiert. Die Almer Wallfahrt am Samstag über das Steinerne Meer hatte vermutlich eine Rekordbeteiligung. Drei Bergwachtmänner der Bereitschaft Berchtesgaden mit Funkgeräten und Notfallausrüstung begleiteten die große Wallfahrt auf der ganzen Strecke. Im Bereich Funtensee und beim Abstieg nach St. Bartholomä mussten sie in vier Fällen eine Erstversorgung durchführen und den Einsatz des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ organisieren.
Zwei Teilnehmer erlitten eine Knieverletzung,eine Frau erlitt bei einem Sturz eine offene Fraktur im Handbereich und musste in eine Fachklinik nach Traunstein geflogen werden, eine weitere Patienten mit Kreislaufbeschwerden wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus nach Zell am See geflogen.
In der Nacht zum Sonntag erkrankte ein Mann im Kärlingerhaus. Durch den zunächst akuten Zustand wurde versucht, einen Bergwachtarzt mit einem Polizeihubschrauber hochzufliegen. Wegen des dichten Nebels im gesamten Bereich war es der Besatzung, auch mit Nachtsichtgeräten, nicht möglich zu landen. Der Zustand hat sich dann etwas gebessert, so konnte der Patient in den Morgenstunden mit dem Rettungshubschrauber aus Traunstein zum Krankenhaus geflogen werden.
Am Freitagabend erlitt ein 48-jähriger Mann aus dem Chiemgau im Bereich Krautkaser nach einem Wespenstich eine allergische Reaktion. Da man von einem lebensbedrohlichen Zustand ausgehen musste, rückte eine Einsatzgruppe der Bergwacht aus und gleichzeitig wurde der Rettungshubschrauber angefordert. Nach der notärztlichen Versorgung durch den Hubschrauberarzt konnte der Patient mit einem Rettungsfahrzeug des BRK Berchtesgaden zum Krankenhaus gebracht werden.
Am Samstagnachmittag stürzte eine 51-jährige Frau aus dem Raum München beim Abstieg durch den Stiergraben und zog sich dabei eine Beinverletzung zu. Bergwachtmänner aus Freilassing kamen von der Seeleinhütte und führten eine Erstversorgung durch. Ein Einsatzfahrzeug der Bergwacht Berchtesgaden konnte bis zum Priesberg fahren. Die Bergung musste mit einem 40 m langen Bergetau am Rettungshubschrauber durchgeführt werden.
Am Sonntagnachmittag wurde noch ein 6-jähriges Kind auf dem Grünstein mit einer Handverletzung versorgt und mit einem geländegängigen Rettungsfahrzeug zum Krankenhaus gebracht.