13.01.2006
21.01.2006
20.03.2006
24.04.2006
01.06.2006
18.06.2006
21.06.2006
24.06.2006
12.07.2006
17.07.2006
19.07.2006
30.07.2006
02.08.2006
23.08.2006
28.08.2006
18.09.2006
06.11.2006
15.12.2006
19.01.2007
16.02.2007
14.06.2007
14.06.2007
22.06.2007
23.06.2007
23.06.2007
09.07.2007
10.07.2007
13.07.2007
27.07.2007
31.07.2007
20.08.2007
27.08.2007
05.09.2007
17.09.2007
28.12.2007
30.12.2007
03.01.2008
11.02.2008
14.05.2008
22.05.2008
26.05.2008
04.08.2008
13.03.2009
08.04.2009
15.04.2009
21.05.2009
31.05.2009
02.06.2009
11.06.2009
21.06.2009
02.07.2009
04.07.2009
21.07.2009
21.08.2009
28.08.2009
30.08.2009
09.09.2009
10.09.2009
11.09.2009
21.11.2009
03.07.2010
07.07.2010
08.07.2010
09.07.2010
10.07.2010
19.07.2010
21.07.2010
22.07.2010
24.07.2010
01.08.2010
04.08.2010
11.08.2010
22.08.2010
25.08.2010
03.09.2010
04.09.2010
05.09.2010
11.09.2010
27.09.2010
05.10.2010
11.10.2010
20.08.2007

Mehrere Bergsteiger nach Gewitter in Bergnot

Die zum vergangenen Wochenende angekündigte Wetterverschlechterung mit starken Regenfällen und Gewitter brachte am Sonntagnachmittag einige Bergsteiger in Bergnot. Auf den Bergen hat es zum Teil auch gehagelt. Gegen 18:00 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden in einem kurzen Zeitabstand zu zwei schwierigen Einsätzen alarmiert.

Zwei Bergsteiger aus dem Raum Göttingen, Vater 49 und Sohn 22, stiegen am Sonntag gegen 06:00 Uhr in die Watzmannostwand ein. Beide waren erstmals in der Wand und kamen dann am späten Nachmittag ca. 150 m unter der Südspitze und abseits der richtigen Route in das starke Gewitter. Mit einem Handy konnten sie gegen 18:00 Uhr einen Notruf absetzen.
Zu diesem Zeitpunkt waren ein Hubschraubereinsatz oder auch andere Rettungsmaßnahmen unmöglich. Später konnte dann ein Polizeihubschrauber unter sehr schwierigen Bedingungen und bei beginnender Dunkelheit zwei Bergwachtmänner auf der Südspitze absetzen und schließlich einen der beiden mit der Rettungswinde aufnehmen und in das Tal fliegen.

Der Hubschrauber konnte noch weitere Bergwachtmänner und Rettungsgerät auf der Südspitze absetzen und musste dann bei völliger Dunkelheit den Rückflug antreten.
Ein Bergwachtmann wurde ca. 150 m vom Grat in die Wand abgeseilt. Er nahm den zu rettenden jüngeren Bergsteiger an das Seil und wurde dann von der Mannschaft zum Grat
zurückgeholt. Die Einsatzgruppe mit dem schweren Rettungsgerät musste mit dem Geretteten über die Westwand zum Wimbachgries absteigen und zum Teil abseilen wo sie erst in den Morgenstunden eintrafen. Die Bergwacht Ramsau hat mit einem Spezialfahrzeug einen Teil der Gruppe noch in das Tal geholt, der Rest blieb in der Wimbachgrieshütte.

Kurz nach der Alarmierung zu diesem Einsatz wurde von der Rettungsleitstelle ein weiterer Notfall mitgeteilt. Eine einheimische Dreierseilschaft kam bei einer Klettertour in der Südwestwand des Hohen Brett in das Gewitter und setzte per Handy einen Notruf ab. Sie hatten nach der völligen Durchnässung Probleme beim Abseilen und insbesondere eine Frau litt an einer allgemeinen Unterkühlung. Hier konnten zunächst zwei Luftretter der Bergwacht vom Polizeihubschrauber mit der Winde an der Wand abgesetzt werden. Nach einer ersten Versorgung konnte der inzwischen eingetroffene Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein einen Bergwachtmann mit der Frau an einem 15 m langen Bergetau aufnehmen und zum Tallandeplatz fliegen. Dort wurde sie von einem Rettungsfahrzeug des BRK übernommen und zum Krankenhaus Berchtesgaden gebracht. Die beiden anderen Kletterer konnten mit den Bergwachtmännern zum Mitterkaser absteigen.

Der Rettungshubschrauber stand zur Unterstützung in der Watzmannostwand bereit, musste aber auch bei völliger Dunkelheit nach Traunstein zurück fliegen
Insgesamt waren bei den beiden Einsätzen 12 Bergwachtmänner rund 10 Stunden im Einsatz.

Auch am Samstag waren es zwei Einsätze zu denen die Bergwacht Berchtesgaden gerufen wurde. Bei einer Motorradveranstaltung in Bischofswiesen wurde eine Person bei einem Sturz verletzt. Die dort anwesenden Bergwachtmänner versorgten den Verletzten und seilten ihn in einer Gebirgstrage bis zum Hangfuß ab. Dort wurde er von einem Rettungsfahrzeug des BRK übernommen und zum Krankenhaus gebracht.

Auf dem Jenner erkrankte eine Frau aus dem Landkreis beim Wandern. Die Patientin wurde nach der notärztlichen Versorgung durch einen Bergwachtarzt zum Krankenhaus gefahren.

In der Nacht zum vergangenen Mittwoch wurden wieder einmal am Mannlgrat zwei Personen vermisst gemeldet. Kurz nach Mitternacht veranlasste die Polizeiinspektion Berchtesgaden einen Suchflug mit einem Polizeihubschrauber. Mit Nachtsichtgeräten entdeckte die Besatzung das Paar in einem Biwak und konnte feststellen, dass die beiden beim Abstieg vom Hohen Göll am Mannlgrat von der Nacht eingeholt wurden. Entsprechend ausgerüstet konnten sie bei Tagesanbruch die Tour zum Kehlstein fortsetzen. Eine Einsatzgruppe der Bergwacht musste nicht mehr tätig werden.