Nur noch tot geborgen werden konnte gestern Freitag ein 48-jähriger Bergsteiger aus Niedersachsen, der bei einer versuchten Mannlgrat-Begehung vermutlich vom richtigen Weg abgekommen war.
Während einer Nachtübung mit einem SAR-Hubschrauber des LTG 61 aus Penzing wurde die Bergwacht Berchtesgaden alarmiert, weil ein Bergsteiger von einer Tour auf den Hohen Göll am späten Abend noch nicht zurück war. Es war bekannt, dass der Mann vom Jenner über das Hohe Brett zum Hohen Göll und von dort über den Mannlgrat zum Kehlstein gehen wollte.
Nachdem man seinen PKW am Parkplatz in Hinterbrand entdeckt hatte, suchte ein Polizeihubschrauber noch während der Nacht mit einer Wärmebildkamera nach dem Vermissten. Die Suche musste ergebnislos abgebrochen werden.
Am Freitagmorgen wurde die Suche mit einem Polizeihubschrauber fortgesetzt. Dabei fand man den 48-jährigen Bergsteiger aus Niedersachsen im Bereich der Alten Westwand des Hohen Göll tot auf. Zwei Bergwachtmänner und eine Polizeibergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden haben den Toten am Vormittag mit Hilfe des Polizeihubschraubers geborgen.
Vermutlich wollte der Mann beim erreichen des Mannlgrates gleich direkt in Richtung Scharitzkehlalm absteigen und ist dabei abgestürzt.