Während der wöchentlichen Versammlung wurde die Bergwacht Berchtesgaden am Freitag zu einem nächtlichen Einsatz im Gebiet der Röth alarmiert. Ein 58-jähriger einheimischer Bergsteiger war im unteren Teil des Eisgrabens, im Abstieg zur Röth, etwa zehn Meter über einen Schroffenabsatz abgestürzt und hatte sich dabei mehrere Verletzungen zugezogen. Glücklicherweise konnte er aus diesem entlegenen Gebiet mit seinem Handy einen Notruf absetzen.
Eile war geboten, denn es wurde bereits dunkel, als der Rettungshubschrauber »Christoph 14« mit einem Bergwachtmann startete. Der Verunglückte konnte beim Anflug des Hubschraubers Lichtzeichen geben und wurde dadurch schnell gefunden. An einem Zwischenlandeplatz bei der Wasseralm wurde ein 50 m langes Bergetau montiert, an dem der Bergwachtmann zur Unfallstelle geflogen wurde. Schnellstmöglich musste der Verletzte in einem Rettungsgerät versorgt und als Außenlast mit dem Retter zum Bergwachtlandeplatz nach Königssee geflogen werden. Von dort war es noch ein kurzer Transportweg in das Krankenhaus Berchtesgaden.
Am Sonntagmorgen erlitt ein Gast am Stahlhaus eine Kreislauferkrankung. Der Patient musste notärztlich versorgt und dann mit dem Rettungshubschrauber aus Traunstein zum Krankenhaus nach Berchtesgaden geflogen werden.
Schon am Sonntag davor waren es zwei Einsätze, die noch am späten Nachmittag zu bewältigen waren. Zuerst war es eine 69-jährige Urlauberin aus Schleswig-Holstein, die sich beim Abstieg vom Jenner eine Beinverletzung zugezogen hatte. Eine Einsatzgruppe versorgte die Verletzte und brachte sie in das Krankenhaus Berchtesgaden.
Schwieriger verlief ein Einsatz am Kaunersteig. Eine 47-jährige Frau aus Niederbayern erlitt auf dem Weg von der Regenalm zum Kaunersteig eine Kreislaufschwäche. Der Notruf konnte auch hier mit einem Mobiltelefon von Begleitern abgesetzt werden. Die Suche mit dem Rettungsubschrauber »Christoph 14« war aber in dem dichten Waldstück zunächst ergebnislos. Ein Bergwachtmann wurde zur weiteren Suche auf dem Steig abgesetzt. Die Wasserwacht brachte mit dem Einsatzboot vorsorglich Bergwachtmänner nach Salet. Die Patientin wurde dann von dem abgesetzten Bergwachtman aufgefunden und nach einer notärztlichen Versorgung mit dem Bergetau aus dem Waldbereich aufgenommen. Bergetau- oder Windenaktionen im Waldbereich stellen an die Hubschrauberbesatzung und den Luftretter der Bergwacht immer besondere Anforderungen.