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Bergwacht Berchtesgaden - 23.06.2007

Herztod am Gipfel des Hohen Göll

Am Samstag um 18:46 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden wieder zu einem Einsatz am Hohen Göll alarmiert. Über Handy kam bei der Rettungsleitstelle ein Notruf, dass ca. 30 m vor dem Gipfel des Hohen Göll, aus Richtung Mannlgrat, eine bewusstlose Person liegt. Angeblich waren noch drei Begleitpersonen vor Ort.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nahm hier einen Bergwachtmann mit an Bord zur Erkundung. Der Berg lag zu diesem Zeitpunkt im oberen Teil schon im Nebel. Bereits um 19:10 Uhr konnte der Bergwachtmann mit dem Notarzt an der Nebeluntergrenze zwischen Mannlgrat und Ausstieg Schusterroute abgesetzt werden. Nach einer guten Stunde Aufstieg im Nebel, mit der notwendigen medizinischen Ausrüstung, trafen Arzt und Bergwachtmann bei der Person ein. Leider war hier alle Mühe vergebens, der Arzt konnte nur noch den Tod des 59-jährigen Mannes aus der Oberpflalz feststellen. Ein inzwischen eingetroffener Polizeihubschrauber setzte noch zwei weitere Einsatzkräfte an der Nebeluntergrenze ab, um eventuell die verstorbene Person zu bergen, was aber an diesem Abend nicht mehr möglich war.

Der Rettungshubschrauber konnten unterhalb der Nebelgrenze zwei Bergwachtmänner, die drei Begleiter und den Notarzt aufnehmen. Die übrigen Bergwachtmänner stiegen über die Göll-Umgänge und das Alpeltal ab und trafen erst gegen Mitternacht im Tal ein.

Am Sonntag flog ein Polizeihubschrauber mit einem Polizeibergführer und zwei Bergwachtmänner bei guten Wetterbedingungen zur Einsatzstelle auf den Hohen Göll. Nach den Vorbereitungen und den polizeilichen Erhebungen wurde der Verstorbene mit der Rettungswinde aufgenommen und als Außenlast zum Tallandeplatz geflogen. An beiden Tagen waren insgesamt 15 Bergwachtmänner 8 Stunden im Einsatz.