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Bergwacht Berchtesgaden - 21.06.2006

Absturz am Funtenseetauern

Am Mittwoch hatte ein Bergsteiger aus dem Raum München bei einem Unfall auf dem Funtenseetauern Glück im Unglück. Als Alleingänger stieg der 36-jährige Mann vom Kärlingerhaus kommend auf den Funtenseetauern (2578 Meter), und wollte von dort über den unsinnigen Winkel, in einer sehr steilen Schneerinne, zur Wasseralm in der Röth absteigen. Im oberen Teil der Rinne rutschte er, sich überschlagend, über eine quer verlaufende Felsbarriere, dann weiter im steilen Schnee bis er nach etwa 60 Metern an einem kleinen vorspringenden Felsen zu liegen kam.

Der weitere Verlauf der Schneerinne wäre noch 150 Meter lang gewesen. Trotz einer Reihe schwerer Verletzungen wie Prellung und Wunden am Kopf und am ganzen Körper konnte er mit seinem Handy über den österreichischen Sender A 1 einen Notruf zur Rettungsleitstelle Traunstein absetzen. Der Rettungshubschrauber »Christoph 14« hat zunächst mit einem Bergwachtmann an Bord einen Suchflug unternommen, der deshalb etwas schwierig war, weil der Mann insgesamt grau und schwarz gekleidet war.
Der Notarzt konnte im Schwebeflug abgesetzt werden, der Bergwachtmann mit weiterem Gerät wurde mit dem Bergetau in das Steilgelände geflogen. Nach der ärztlichen Versorgung wurde der Bergsteiger mit dem Bergetau zu einem Zwischenlandeplatz gebracht. Von dort waren es nur noch wenige Minuten, bis der Schwerverletzte im Krankenhaus Berchtesgaden war.