Bei Einbruch der Dunkelheit kam ein Notruf aus der Westwand des Hohen Göll. Eine Seilschaft, eine 36-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann, beide aus dem Raum Nürnberg, stiegen gegen 10:00 Uhr in die alte Westwand-Führe ein. Im Ausstiegsbereich kamen sie in Richtung Mannlgrat und fanden in der Dunkelheit den Abstieg nicht mehr.
Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ konnte in der Nähe der beiden unverletzten ein Bergwachtmann abgesetzt werden, der die Aufnahme mit einem Bergetau vorbereitete. Bei völliger Dunkelheit machte der Pilot einen zweiten Anflug, nahm mit dem Bergetau die drei in der Wand auf und flog sie zum Bergwachtlandeplatz. Eine beachtenswerte fliegerische Leistung des Piloten. Der Tallandeplatz wurde von der Feuerwehr Königssee ausgeleuchtet.
Bereits am Samstag erlitt eine 66-jährige Frau aus dem Berchtesgadener Tal beim Aufstieg zur Kneifelspitze eine Kreislaufschwäche. Ein zufällig anwesender Arzt aus dem Krankenhaus Berchtesgaden führte mit der Bergwacht die erste Versorgung durch. Die Einsatzstelle lag im dicht bewaldeten Teil des Steiges. Deshalb mußte die Patientin nach der Versorgung zuerst mit einer Gebirgstrage in Richtung Maria Gern transportiert werden, ehe sie mit einem Bergrettungsfahrzeug zum Krankenhaus gebracht werden konnte.
Am Sonntagvormittag erlitt ein 79-jähriger Wanderer aus dem Raum Altötting unterhalb der Jennerbahn-Bergstation eine Kreislauferkrankung. Hier wurde ebenfalls der Rettungshubschrauber aus Traunstein angefordert. Gleichzeitig fuhr eine Einsatzgruppe mit einem Bergrettungsfahrzeug zum Einsatz. Nach der notärztlichen Versorgung konnte der Mann von der Bergwacht zur weiteren Behandlung zum Krankenhaus Berchtesgaden gebracht werden.