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 | 10.11.2005 |
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Sucheinsatz in Indien
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Der seit 28.Oktober während einer Trekking-Tour im indischen Himalaya-Gebiet vermisste Osnabrücker Pfarrer Hans-Jürgen Obermeyer ist aller Wahrscheinlichkeit nach tödlich verunglückt. Eine intensive Suchaktion durch ein Team der Bergwacht Lawinenhundestaffel, an dem seit Sonntag (6. November) auch ein Lawinenhundeführer der Bergwacht Berchtesgaden mit seinem Hund beteiligt war , wurde am Donnerstag (10. November) abgebrochen. Bei der Suche unter Beteiligung einheimischer Kräfte wurden in dem unwegsamen Dschungelgelände aber keine neuen Spuren gefunden. Nach Lage der Dinge besteht keine Hoffnung mehr, den Verunglückten lebend zu finden.
Das zweiköpfige Team und Ihre Suchhunde kehrten an diesem Wochenende nach Deutschland zurück und wird nun einen ausführlichen Bericht über die örtlichen Gegebenheiten und den möglichen Unfallhergang erstellen. Nach den bisherigen Informationen des Suchteams ist Pfarrer Obermeyer mit größter Wahrscheinlichkeit von einem Bergfluss mitgerissen worden.
Der 49-jähriger Pfarrer hatte sich am 28. Oktober in einer 13-köpfigen Gruppe befunden, die schon seit mehreren Tagen im Grenzgebiet zwischen Indien und Nepal auf einer geführten Trekking-Tour unterwegs war. Die Gruppe aus fünf Deutschen und acht Einheimischen machte einen Abstieg von rund 4.000 Metern auf 3.000 Meter. Während einer Pause am Nachmittag kurz vor Ende der Tour brach der Pfarrer vorzeitig auf, um zum nächsten, etwa zwei Kilometer entfernten Treffpunkt zu gehen. Dort kam er aber nicht an.
Die anschließende Suche ergab, dass der Pfarrer den Hauptweg verlassen und einen seitlichen Trampelpfad eingeschlagen hatte, um vermutlich zu einem etwa 800 Meter entfernten Fluss zu gelangen. Der Pfad endet jedoch bald und geht über in ein stark abschüssiges und kaum zu durchdringendes Dschungelgelände. In der Nähe des Flusses ist der Pfarrer dann offenbar ausgerutscht und einen 20 bis 30 Meter hohen Steilhang hinuntergefallen. An der Aufprallstelle am Ufer wurden ein verbogener Trekking-Stock, eine Gürtelschnalle und Papiertaschentücher gefunden. Sie wurden eindeutig dem Pfarrer zugeordnet. Ein erster Suchtrupp hatte auch seine Trinkflasche gesehen, die aber später offensichtlich von der Wasserströmung weggespült wurde.
Zur Zeit des Absturzes war es bereits dunkel. Der Pfarrer hat sich dann wahrscheinlich etwa zehn Meter zum Fluss weiterbewegen können, der an dieser Stelle nach Aussagen des Suchteams „mit unvorstellbarer Kraft“ bergab fließt. Hier verliert sich seine Spur. Auch die Suche per Hubschrauber auf einer Strecke von 13 Kilometern flussabwärts hat keine weiteren Hinweise auf den Vermissten oder auf seine Ausrüstungsgegenstände gebracht
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30.10.2005
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