Das schöne Herbstwetter lockt viele Wanderer auf die Berge. Dementsprechend liefen auch wieder viele Notrufe bei der Bergwacht ein.
Ein 48-jährigr Gast aus Holland stürze beim Jägerkreuz am Hohen Brett und erlitt eine Beinverletzung. Für den Abtransport in das Krankenhaus forderte die Bergwacht den Rettungshubschrauber aus Traunstein an.
Auch zu zwei blinden Alarmen wurden die Einsatzgruppen in der vergangen Woche alarmiert. Wanderer haben am Jenner den Absturz eines Gleitschirmfliegers gemeldet. Der sofort eingesetzte Rettungshubschrauber aus Salzburg mußte nach einer ergebnislosen Suche wieder abdrehen. Vermutlich handelte es sich um einen Fehlstart bei dem aber niemand zu Schaden kam.
Ein Alleingänger war bei Einbruch der Dunkelheit von einer Tour auf den Hohen Göll noch nicht zurückgekehrt. Angehörige verständigten die Polizei. Als von der Bergwacht die ersten Maßnahmen eingeleitet wurden, traf der Mann wohlbehalten im Tal ein.
Ein 35-jähriger Mann aus dem Raum Amberg wollte am Samstag mit einer Gruppe über das Purtschellerhaus zum Hohen Göll aufgestiegen. Etwa auf halber Strecke merkte er, dass ihm diese Tour um einiges zu schwierig ist. Er fühlte sich auch nicht mehr in der Lage, mit eigner Kraft abzusteigen. Seine Begleiter baten per Handy um Hilfe. Mit dem Rettungshubschrauber wurde ein Bergwachtmann abgesetzt, der den überforderten Bergsteiger gesichert zum Hubschrauber brachte.
Am Samstag stürzte eine 65-jährige Frau beim Abstieg vom Grünstein. Die Verletzte mußte von der Bergwacht versorgt und mit einem Bergrettungsfahrzeug zu Tal gebracht werden.
Am Sonntag erlitt ein 63-jährige Frau auf dem Weg von der Jennerbahnbergstation zum Jennergipfel eine Kreislaufschwäche. Die Frau wurde notärztlich versorgt und am Bergtau mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 zum Krankenhaus geflogen.
Um 20:15 Uhr wurde zu einem Einsatz in der Westwand des Hohen Göll alarmiert. Eine Zweierseilschaft aus München stieg am Vormittag in den „Kleinen Trichter“ ein, hatte dann in der Route einige Schwierigkeiten und erreichte nach 20:00 Uhr bei völliger Dunkelheit und total durchnässt den Ausstieg. Ab 18:00 setzte starker Regen ein. Beide waren erstmals in dieser Wand und unter den gegebenen Umständen nicht in der Lage, den Ausstieg zu suchen. Sie baten per Handy über die Rettungsleitstelle um Hilfe durch die Bergwacht.
Gegen 21:00 Uhr stiegen vier Bergwachtmänner in die Wand ein und erreichten gegen Mitternacht die völlig durchnässten und erschöpften Bergsteiger. Gesichert stiegen die beiden mit den Bergwachtmännern in das Endstal ab und erreichten gegen 03:30 Uhr unverletzt das Bergwachthaus an der Vorderbrandstraße. Während des fast 7-stündigen Einsatzes herrschte Regen und zum Teil behinderte auch Nebel die Sicht.