Seit Mittwochabend ist wieder ein Bergsteiger in den Berchtesgadenern Bergen abgängig. Er kam nach einer Bergtour auf die Teufelshörner nicht zu seinem Ausgangsort zurück.
Der 21 jährige Mann startete am Mittwoch gegen 9 Uhr von der Wasseralm in der sogenannten Röth oberhalb des Königsees. Sein Tagesziel war das kleine Teufelshorn. Da er nur einige Stunden unterwegs und anschließend wieder zur Wasseralm zurückkehren wollte, ließ er den Grossteil seines Marschgepäcks an der Hütte zurück. Mitgenommen hat er offensichtlich nur Anorak und Trinkflasche.
Die Tourenbedingungen waren nicht ideal. Sein Ziel, die Gipfel der Teufelshörner, befanden sich im Nebel. Teilweise waren Wege und Fels vereist. Auch Schneereste befinden sich derzeit in diesem Bereich.
Als er gegen 18 Uhr noch immer nicht aufgetaucht war, machte der Hüttenwirt Meldung an die Bergwacht Berchtesgaden. Nachdem alle Anrufe auf in Frage kommenden Berghütten negativ verliefen, und die Suche mit dem Polizeihubschauber "Edelweiß 8" ebenfalls ergebnislos war transportierte um Mitternacht der Bundespolizeihubschrauber "Pirol 219" fünf Bergwachtmänner zur Wasseralm.
Diese Bergwachtmänner suchten nun den Bereich von der Wasseralm zum kleinen Teufelshorn in der zweiten Nachthälfte zu Fuß ab. Im Gipfelbuch des kleinen Teufelshornes fanden die Bergwachtmänner auch ein Eintrag des Vermissten. Danach verliert sich allerdings seine Spur.
Da sich die Teufelshörner im unmittelbaren Grenzgebiet befinden, wurden am Donnerstagmorgen auch die österreichische Polizei und die Bergrettung in Werfen benachrichtigt. Dort beteiligten sich auch Bergwachtmänner an der Suche. Von der Salzburger Flugrettung wurde ebenfalls ein Suchhubschrauber eingesetzt.
Die Bergwacht Berchtesgaden und die Polizeiinspektion Berchtesgaden setzten die Suche ebenfalls mit Unterstüzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 3" am Vormittag fort.
Trotz aller Anstrengungen konnte der vermisste Bergsteiger aber bisher immer noch nicht gefunden werden.