Einsätze in Watzmann Ostwand und am Rinnkendlsteig
Die Bergwacht Berchtesgaden war auch in der vergangenen Woche wieder bei zehn Bergunfällen im Einsatz. Während auf den Wanderwegen rund um den Jenner in einigen Fällen Beinverletzungen oder Kreislaufbeschwerden zu versorgen waren, sind in einer Woche gleich zwei Einsätze in der Watzmann Ostwand angefallen.
Am Mittwoch rutschte ein Kletterer zwischen Biwakschachtel und Südspitze einige Meter ab und zog sich dabei Verletzungen an beiden Armen zu. Ein Bergwachtmann wurde mit dem Rettungshubschrauber aus Traunstein mit dem Bergetau abgesetzt. Er versorgte die Verletzungen und wurde dann mit dem Verletzten am langen Seil unter der Maschine aus der Wand geflogen.
Am Tag darauf ereignete sich wieder über der Biwakschachtel etwas abseits der Route ein Unfall. Die Art der Verletzung und das steile Felsgelände an der Unfallstelle führten zu einem schwierigen Einsatz (Siehe Bericht vom 09.09.2005)
Gleich an zwei Tagen kam am späten Abend ein Hilferuf per Handy aus dem Alpeltal am Hohen Göll. Dort sind jeweils Bergwanderer im Abstieg aus den Umgängen von der Dunkelheit überrascht worden und konnten den Abstieg nicht mehr fortsetzen. Sie wurden von einer Einsatzgruppe mit entsprechender Beleuchtung und zum Teil gesichert auf die Straße nach Hinterbrand gebracht.
Am Rinnkendlsteig stürzte eine Frau und verletzte sich dabei am Bein. Auch hier wurden mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ mit dem Bergetau drei Bergwachtmänner im Bereich der Unfalstelle abgesetzt. Der Einsatz war insofern etwas schwierig, weil die Unfallstele im bewaldeten Teil des steilen Steiges lag. Schließlich wurde die Verletzte aber zum Bergwachtlandeplatz geflogen und von dort mit einem Rettungsfahrzeug des BRK zum Krankenhaus gebracht.