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 | 28.08.2005 |
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Verstiegen in der Watzmann-Ostwand
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Am Samstag gegen 21:30 Uhr kam eine Alarmierung zu einem Einsatz in der Watzmannostwand. Per Handy meldetet sich ein Bergsteiger bei der Rettungsleitstelle und teilte mit, dass er sich vermutlich am Ende der Rampe des Berchtesgadener Weges in Bergnot befindet, er ist unverletzt kann sich aber alleine aus seiner mißlichen Lage nicht mehr befreien. Zu diesem Zeitpunkt regnete es stark.
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Der Einsatzleiter hielt während der ganzen Nacht mehrmals Kontakt mit dem in Bergnot befindlichen Mann. Der Rettungseinsatz wurde für die frühen Morgenstunden organisiert. Ein Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel aus München traf schon gegen 07:00 Uhr am Bergwachtlandeplatz in Königssee ein. Nach einer kurzen Lagebesprechung und Vorbereitung für den Windeneinsatz flogen zwei Bergwachtmänner mit zum Einsatz. Der Regen hielt während der ganzen Nacht und auch während des Rettungseinsatzes an.
Nach einer kurzen Suche wurde der Betroffene in der unteren Hälfte der Rampe gefunden. Die beiden Bergwachtmänner konnten mit der Rettungswinde abgesetzt werden. Sie sicherten den völlig durchnäßten Bergsteiger zu einem günstigen Platz. Von dort konnte er dann zusammen mit einem Bergwachtmann mit der Winde aufgenommen werden. Ebenso wurde der zweite Bergwachtmann mit der Winde wieder an Bord geholt.
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Der 44-jährige Mann aus dem Raum Augsburg stieg am Samstag gegen 10:00 Uhr (!) in die Wand ein und war nach 12 Stunden etwa in der Wandmitte. Die Watzmannostwand, mit 2000 m Höhe die höchste Felswand in den Ostalpen, ist nach wie vor ein ernstes Unternehmen und erfordert eine große alpine Erfahrung und eine entsprechende Ausrüstung. So wie in diesem Falle ohne Helm, ohne Biwakausrüstung und ohne Ausrüstung zur Selbstsicherung, ein hohes Risiko.
Ein Hubschraubereinsatz in einer Wand, dazu noch bei Nebel und Regen, fordert von der Besatzung ein hohes Maß an Können und Erfahrung im Gebirgsflug. Aber auch von den Bergwachtmännern an der Winde oder am Bergetau wird ein hoher Ausbildungsstandard und eine präzise Arbeitsweise gefordert. Der geringste Fehler könnte zu einer Katastrophe führen.
Mit dem vorliegenden Fall eines Alleingängers und den noch drei vermißten Alleingängern im Watzmannbereich aus der jüngsten Zeit, weist die Bergwacht auf das erhöhte Risiko hin, wenn man alleine auf den Bergen unterwegs ist.
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17.08.2005 02.09.2005
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