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 | 15.08.2005 |
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Unterkühlter Kletterer am Hohen Brett
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In der vergangenen Woche wurden die Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden fast täglich gefordert. Insgesamt hat die Rettungsleitstelle zu neun Einsätzen alarmiert.
Am Montag waren die Spezialisten der Bergwacht-Canyoning-Rettungsgruppe mit bei einem vergeblichen Rettungsversuch in der Almbachklamm.
Wie berichtet, wird seit Mittwoch ein 64-jähriger Urlaubsgast am Königssee vermißt. Am Donnerstag führten Polizei und Bergwacht eine große Suchaktion durch.
Zusätzlich war am Donnerstag ein Einsatz am Priesberg. Eine 38-jährige Frau aus dem Landkreis erkrankte während einer Wanderung. Ein Rettungsfahrzeug der Bergwacht und der Rettungshubschrauber aus Traunstein wurden eingesetzt. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde die Frau zum Krankenhaus nach Traunstein geflogen.
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In Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber der Grenzschutzfliegerstaffel Süd suchten Bergwachtmänner am Freitag nach dem Vermißten nochmals intensiv das ganze Gebiet um den Königssee ab. Leider wieder ohne Ergebnis.
Eine weitere Einsatzgruppe fuhr am Freitagnachmittag in das Endstal. Von dort wurde gemeldet, dass ein Gleitschirmflieger abgestürzt sei. Ein Engländer hatte aber Glück im Unglück. Er konnte bei dem Absturz rechtzeitig den Notfallschirm ziehen und landete damit, ohne sich zu verletzen, im Wald.
Am Samstag waren es wieder zwei Einsätze. Zuerst erkrankte eine 48-jährige Frau aus dem Raum Amberg auf dem Weg von St. Bartholomä zur Eiskapelle. Die Urlauberin wurde nach der Versorgung mit dem Rettungshubschrauber „Christophorus 4“ aus St. Johann zum Krankenhaus Berchtesgaden geflogen.
Gegen 18:00 Uhr kam wieder eine Alarmierung zu einem Gleitschirmunfall am Jenner. Beim Startvorgang zu einem Tandemflug kam es zu einem Sturz, bei dem sich der Fluggast eine schwere Verletzung zugezogen hatte. Eine Einsatzgruppe fuhr mit einem geländegängigen Rettungsfahrzeug zur Unfallstelle. Gleichzeitig startete der Rettungshubschrauber „Christophorus 6“aus Salzburg. Die 34-jährige Frau aus dem Raum Bielefeld wurde nach der notärztlichen Versorgung zum Landeskrankenhaus Salzburg geflogen.
Auch am Sonntag, den 14.08. wurde die Bergwacht Berchtesgaden zu zwei Bergunfällen alarmiert. Zunächst hat sich ein 31-jähriger aus dem Raum Stuttgart im Steinernen Meer bei einem Sturz eine Kopfverletzung zugezogen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein zum Krankenhaus Berchtesgaden geflogen.
Bei einem schwierigen Einsatz bei widrigsten Wetterverhältnissen waren ab 18:30 Uhr 10 Bergwachtmänner am Hohen Brett im Einsatz. Eine einheimische Zweierseilschaft war in den Südwestabstürzen des Hohen Bretts beim Klettern. Beim Abseilen gerieten sie in ein starkes Gewitter. Sie erreichten zwar noch den Wandfuß, doch einer litt so stark an einer allgemeinen Unterkühlung und Erschöpfungserscheinungen, dass ein weiterer Abstieg nicht mehr möglich war. Der Begleiter alarmierte die Bergwacht. Bei starkem Regen wurde der Kletterer mit dem Rettungshubschrauber aus Traunstein, mit einem Bergwachtmann am 25 m Bergetau, aus dem Wandbereich zum Mitterkaser geflogen. Nach einer längeren notärztlichen Versorgung in der Hütte, wurde der Mann bei Einbruch der Dunkelheit zum Krankenhaus nach Traunstein geflogen.
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11.08.2005 16.08.2005
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