Bericht des Berchtesgadener Anzeiger
Ausbleibender Wind, fehlende Thermik und schrumpfende Gas-Reserven veranlassten einen erfahrenen Kapitän eines Heißluftballons am Samstag zu einer "Sicherheitslandung" am Jenner. Gegen 12.25 Uhr teilte der Wirt vom "Schneibsteinhaus" der Polizei mit, dass er beobachtet habe, wie ein Heißluftballon an der Jenner- Südseite am so genannten Hochmais, etwa 300 Meter unterhalb des Gipfels, notgelandet sei.
Sofort alarmierte die Berchtesgadener Polizei die Bergwacht und forderte einen Polizeihubschrauber an. Auch ein Alpinbeamter der Polizeiinspektion Berchtesgaden machte sich auf den Weg. Wie sich herausstellte, war der Ballon um 10.00 Uhr im tirolerischen Going mit dem Ziel Hallein gestartet. An Bord des Heißluftballons befanden sich neben dem Ballonführer Wolfgang Nairz aus Innsbruck drei Passagiere. Im Bereich des Jenners entschloss sich der 60-jährige Kapitän zu einer Sicherheitslandung. Gründe dafür waren das Ausbleiben des Windes, fehlende Thermik und das inzwischen knapp werdende Gas für den Brenner. Bei der sanften Landung erlitten die Insassen des Korbes keinerlei Verletzungen, auch das Fluggerät blieb heil.
Die Passagiere, eine Ehepaar aus Niedersachsen, im Alter von 51 und 53 Jahren, und ein 61-jähriger Mann aus Brannenburg, zogen sich beim Warten auf die Bergung eine leichte Unterkühlung zu. Sie wurden vom Polizeihubschrauber Edelweiß 8 in Zusammenarbeit mit der Bergwacht an der Landestelle aufgenommen und nach Schönau am Königssee geflogen. Der Heißluftballon wurde ebenfalls von einem Hubschrauber einer Privatfirma geborgen. PIB/IM
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