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06.01.2005

16-jähriger nach Absturz verletzt geborgen

Am Neujahrstag gegen 16:30 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden zu einem aufwendigen Rettungseinsatz alarmiert. Bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden ging über Handy der Notruf eines 16-jährigen Einheimischen ein. Nach dessen Beschreibung lag er verletzt in einem tiefen Graben in der Nähe von Oberau. Eine sofort eingleitete Suche durch die Polizei brachte zunächst kein Ergebnis.




 

Die Mannschaft des ersten Bergwachtfahrzeuges schwärmte aus und konnte im unwegsamen Graben des Lackmühlbaches, der von der Resten abwärts verläuft und dort in den Larosbach mündet, eine Rufverbindung zu dem Verletzten herstellen und schließlich finden. Dort wurde der Verletzte zunächst vom Bergwachtarzt notärztlich versorgt. Die anschließende Bergung gestaltete sich schwierig. Mit der Gebirgstrage mußte er über steiles und mit Felsen durchsetztes Gelände ca. 150 m bis zur Straße mit der Seilwinde hoch gezogen werden. Dort stand bereits ein Rettungsfahrzeug des BRK mit einem Notarzt zur weiteren Versorgung und zum Transport in das Krankenhaus nach Berchtesgaden bereit.




 

Nach den Angaben des Jugendlichen wollte dieser mit seiner Skiausrüstung auf der Straße von Oberau in Richtung Obersalzberg gehen. Auf der Strecke entschloß er sich aber in einer langgezogenen Kurve den Weg abzukürzen und gelangte in den steilen Graben Dabei stürzte er schließlich über einen ca.8 m hohen Absatz ab und zog sich mehrere Verletzungen zu. Zehn Bergwachtmänner und ein Bergwachtarzt waren bis 22:30 Uhr im Einsatz.




 

Am Mittwoch stürzte ein 68-jähriger Mann aus dem Raum Salzburg während einer Wanderung zur Kneifelspitze auf einem vereisten Wegstück. Er zog sich dabei eine Beinverletzung zu. Der Verletzte wurde von der Bergwacht versorgt und mit einem geländegängigen Bergrettungsfahrzeug in das Krankenhaus nach Berchtesgaden gebracht

Während die Bergwacht Berchtesgaden über die Weihnachtsfeiertage zu kaum nennenswerten Einsätzen alarmiert wurde, waren zum Jahreswechsel und bis zum 6. Januar eine ganze Reihe von Einsätzen zu bewältigen. In den Skigebieten Jenner, Götschen, Obersalzberg und Roßfeld waren insgesamt 22 Skiunfälle mit unterschiedlich schweren Verletzungen zu versorgen. Bei weiteren zwei Unfällen verletzten sich Touristen durch Stürze beim Wandern auf den wetterbedingt vereisten Wegen




 

2005 / Jan.-Jun.
08.01.2005