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 | 13.08.2003 |
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Neue Biwakschachtel in der Watzmann-Ostwand
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Die Biwakschachtel in der Watzmannostwand, der höchsten Felswand in den Ostalpen, ist nach 52 Jahren ihres Bestehens an ihrem jetzigen Standort unter dem „Massigen Pfeiler“ auf einer Höhe von 2400 m schon eine kleine Legende, aber längst auch eine nicht mehr wegzudenkende Notunterkunft.
Wettereinflüsse und Korrosion haben das alte Aluminium in dieser Zeit nun so brüchig und durchlässig gemacht, dass sich die Bergwacht Berchtesgaden jetzt entschieden hat, diese Notunterkunft durch eine neue und moderne Konstruktion zu ersetzen. Standort und die Größe der Biwakschachtel bleiben unverändert.
Die Bergwacht Berchtesgaden hat in den letzten 52 Jahren unendlich viel Zeit und Mühe investiert, um diese für Bergsteiger wichtige Einrichtung zu erhalten.
Im Bericht vom
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Am 13. 08.03 war es nun endlich so weit. Die neue Biwakschachtel wurde von der Firma HELIOS in Salzburg mit der vorhandenen Erfahrung des Abtransport der „Alten“ mit Bravour an den vorgesehenen Platz in der Watzmannostwand geflogen.
In dem dazwischen liegenden Zeitraum von rund 7 Wochen gab es viel zu tun. Federführend bei den umfangreichen Planungen, Vorbereitung und schließlich mit einer erheblichen handwerklichen Eigenleistung war Berti Kastner von der Bergwacht Berchtesgaden.
Die Fa. Metallbau Aschauer in Oberau/Berchtesgaden hatte den Auftrag, die Biwakschachtel zu fertigen. Das Rohmaterial, ein beiderseits beschichtetes Isoliermaterial mit einer Gesamtstärke von 6 cm, wurde in Bozen bestellt und maßgerecht zugeschnitten zu einer Spezialfirma nach Salzburg geliefert. Dort nahm die Notunterkunft Gestalt an. Die Platten wurden zusammengeklebt und zusätzlich alle Verbindungsnähte mit Metallwinkeln vernietet. So kam das kleine Bauwerk nach Berchtesgaden zur Endmontage. Die Einstiegsluke, Belüftung und ein stabiles, vor Steinschlag schützendes Dach aus einem 2 mm starken Stahlblech mit einer darunter liegenden Zwischenschicht waren notwendig. Eine Autolackiererei in Berchtesgaden hat das Ganze mit einer Spezialfarbe in einem Signalton kostenlos lackiert.
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In dieser Zeit hat eine Gruppe Bergwachtmänner unter dem Massigen Pfeiler auch ein neues Fundament in der Form eines im Felsen verankerten Metallrahmens gebaut. Das schwere Metallteil, Werkzeuge, Maschinen und die Bergwachtmänner wurden auch hier wieder von der Firma HELIOS aus Salzburg in die Wand geflogen.
Schon am frühen Morgen wurde die Biwakschachtel mit allem Zubehör, dem notwendigen Werkzeug und einer Gruppe Bergwachtmänner nach Kühroint gefahren.
Von dort aus erfolgte dann der mit Spannung erwarte Hubschrauberflug mit der 280 kg schweren Biwackschachtel an einem 30 m langen Seil unter der Maschine. Davor wurden schon fünf Bergwachtmänner mit 250 kg Werkzeug und Gerät in mehreren Flügen am Standort auf 2400 m Höhe abgesetzt, um alle Vorbereitungen zu treffen. Es mußte unter anderem ein Holzgerüst zum Absetzen der Biwakschachtel vor dem großen Überhang des Massigen Pfeilers gebaut und in dem steil abfallenden Felsen verankert werden.
Alle Bergwachtmitglieder freuen sich mit Bereitschaftsleiter Franz Kermer über das gelungene Werk. Möge es auch in den nächsten 50 Jahren, so wie bisher, in Not geratenen Bergsteigern eine rettende Zuflucht bieten. Ein besonderer Dank gebührt neben Berti Kastner allen Bergwachtmännern, die zum Gelingen in irgendeiner Form beigetragen haben. Aber auch allen Organisationen, Einzelpersonen, Firmen und Handwerksbetrieben, die mit einer Geld- oder Materialspende die Bergwacht unterstützt haben. Die Bergwacht wird an anderer Stelle alle Spender in einer Liste veröffentlichen und damit jeden persönlich und öffentlich danken.
Obwohl Zuschüsse und Geldspenden speziell von der Sparkasse Berchtesgadener Land und von der Berchtesgadener Landesstiftung zur Verfügung standen, ist noch ein beachtlicher Betrag offen. Die Bergwacht Berchtesgaden wäre deshalb sehr dankbar, wenn dazu noch Geldspenden eingehen würden.
Spendenkonto:
Kontonummer: 307058 Sparkasse Berchtesgadener Land Bankleitzahl: 71050000
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10.08.2003 18.08.2003
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