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27.07.2003

69jähriger erlitt plötlichen Herztod

Das anhaltend hochsommerliche Wetter mit Temperaturen zum Teil über 30 Grad macht sicher vielen Menschen zu schaffen. Speziell bei Bergwanderungen führen körperliche Anstrengungen in Verbindung mit zu geringer Flüssigkeitszufuhr zu Erschöpfungszuständen und Kreislaufbeschwerden. Die Bergwacht empfiehlt, große körperliche Anstrengungen zu reduzieren und am Tag 2 bis 3 Liter Flüssigkeit, am besten Mineralwasser, aufzunehmen.

Am Samstag gegen 10:00 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden zu einer bewußtlosen Person auf dem Weg von Hammerstiel nach Schapbach gerufen. Ein 69-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen dürfte während einer Wanderung einem plötzlichen Herztod erlegen und dabei über die steile Böschung am Wegrand abgestürzt sein. Hinzukommende Wanderer haben die Rettungsleitstelle alarmiert und versucht, Erste Hilfe zu leisten. Beim Eintreffen des Notarztes und der Bergwachtmänner lag die Person etwa 10 Meter unterhalb des Weges. Bei der ersten Untersuchung konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Der Verstorbene wurde von der Bergwacht geborgen und zu Tal gebracht.



Am Montagabend der vergangenen Woche hat ein 67-jähriger Gast aus Niederbayern seiner Frau im Tal per Handy mitgeteilt, dass er im Abstieg vom Hohen Göll, ohne seinen Standort näher beschreiben zu können, in ein schwierigeres Gelände geraten ist. Zunächst war es nicht möglich, eine weitere Verbindung zu herzustellen. Den gegebenen Umständen nach war aber anzunehmen, dass der Wanderer in das Pflugtal geraten war. Ein Polizeihubschrauber mit einem Bergwachtmann an Bord, konnte den Mann nach kurzer Zeit am vermuteten Ort finden. Als der Bergwachtmann mit der Winde bei ihm abgelassen wurde, lehnte der in Not geglaubte ein Aufnehmen und eine Rettung durch die Bergwacht ab. Er wollte selbst den Abstieg weiter fortführen.

Am Dienstag ist zum wiederholten Male in diesem Sommer eine junge Frau vom Mannlgrat, trotz der neu angebrachten Markierung, in Richtung Göll-Westwand abgestiegen und geriet in Bergnot. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ mit einem Bergwachtmann am Bergetau gerettet. Im Polizeibericht wurde darüber bereits berichtet.




 

20.07.2003
29.07.2003