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 | 13.07.2003 |
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Bergung in der Göll-Westwand
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Das erste Juli-Wochenende war für die Bergwacht Berchtesgaden noch ruhig verlaufen, doch in dieser Woche mussten die Bergwachtmänner bereits mehrmals ausrücken.
Am Samstag hat sich ein 44-jähriger Wanderer aus Erlangen im Gebiet der Gotzenalm bei einem Sturz eine Beinverletzung zugezogen. Er wurde nach der Versorgung mit einem Bergrettungsfahrzeug zum Kreiskrankenhaus gebracht.
Eine 35-jährige Frau aus Nordbayern erkrankte am Sonntag während einer Wanderung auf dem Hochbahnweg und mußte ebenfalls zur stationären Behandlung in das Krankenhaus Berchtesgaden gebracht werden. Am vergangenen Wochenende wurden die Bergwachtmänner aber schon bei mehreren Einsätzen gefordert. Am Donnerstag machte eine Gruppe bei starkem Nebel eine Tour über das Hohe Brett zum Hohen Göll. Auf dem Verbindungsgrat trennten sie sich. Ein Fehler, der schon in vielen Fällen fatale Folgen hatte. Vier Männer erschien der Weiterweg bei dem Nebel zu riskant, sie gingen wieder zurück. Zwei Frauen aus der Gruppe gingen aber weiter und wollten in das Alpeltal gelangen. Als sie am Abend noch nicht zurück waren, verständigte der Hüttenwirt die Bergwacht. Nach den ersten Nachforschungen und als man gerade dabei war, einen Hubschraubereinsatz zu organisieren, kamen die beiden wohlbehalten bei der Hütte an. Noch einmal gut gegangen.
Großes Glück hatte auch ein 49-jähriger Bergsteiger aus Berlin am Freitagabend. Er kam am hinteren Ende des Mannlgrates von der gut markierten und gesicherten Route ab und stieg in einer steilen Rinne in Richtung Göll-Westwand ab. Als er in einer prekären Situation war, konnte er gerade noch mit seinem Handy, dessen Karte abgelaufen war, über die Notrufnummer 112 die Polizeieinsatzzentrale in Traunstein erreichen, die gegen 19:30 Uhr die Bergwacht Berchtesgaden alarmierte. Der Melder wurde von der Polizei aufgefordert, sich weiter alle 15 Minuten zu melden. So war es möglich, mit einer Konferenzschaltung von der Polizei in Traunstein zur Bergwacht Berchtesgaden und von hier weiter über Funk den inzwischen eingetroffenen Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“ an den Standort des Hilfsbedürftigen hinzuführen. Durch seine farblich dezente Kleidung, war er nur schwer im Gelände zu erkennen. Ein Bergwachtmann wurde zunächst mit der Winde abgesetzt, um den Zustand des Mannes zu erkunden und ihn für die Windenbergung vorzubereiten. Das Aufwinden von Retter und Geretteten und der weitere Flug in das Tal war dann Routine für die eingespielte Crew von Polizei und Bergwacht.
Nach umfangreichen Vorbereitungen organisatorischer und technischer Art hat eine Gruppe Männer der Bergwacht Berchtesgaden am Freitag versucht, das Fundament für die neue Biwakschachtel in der Watzmannostwand zu installieren. Leider war wieder einmal ein Hubschrauberflug nicht möglich, weil der obere Wandteil den ganzen Tag vom Nebel eingehüllt war. Am Samstag gegen 10:00 Uhr wurde mitgeteilt, dass sich eine 67-jährige Frau aus dem Raum Heidelberg im Bereich der Röth eine Beinverletzung zugezogen hatte. Die Verletzte wurde vom Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nach der notärztlichen Versorgung zum Krankenhaus Berchtesgaden geflogen.
Bei einer Übung der Feuerwehr Schönau mit zwei Hubschraubern des Bundesgrenzschutzes vom Typ Puma im Funtenseegebiet, war auch eine Gruppe der Bergwacht Berchtesgaden als Rettungsdienst mit eingesetzt.
Gegen 11:00 Uhr wurde am Samstag wieder zu einem Einsatz auf dem Mannlgrat alarmiert. Ein 25-jähriger Bergsteiger aus Tschechien stürzte an einer Seilversicherung des Klettersteiges und zog sich dabei eine schwere Verletzung zu. Eine hinzukommende Touristengruppe aus Straubing leistete Erste Hilfe und verständigte mit einem Handy über die Rettungsleitstelle die Bergwacht Berchtesgaden. Mit einem der zur Feuerwehrübung anwesenden Hubschrauber wurde ein Bergwachtarzt und weitere Bergwachtmänner mit dem Rettungsgerät an der Unfallstelle mit der Winde abgesetzt. Nach der Versorgung wurde der Verletzte mit der Winde aufgenommen und zum Krankenhaus Berchtesgaden geflogen.
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24.06.2003 20.07.2003
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