Die Bergwacht Berchtesgaden führt jedes Jahr zum Gedenken an ihren Kameraden Anton Wein, der am 14. Februar 1986 bei einer Bergtour am Mawenzi-Gipfel des Kilimanjaro tödlich verunglückt ist, ein Gedächtnis-Skirennen durch. Das bereitschaftsinterne Rennen wurde seither in verschiedenen Variationen, meist in Zweierteams, durchgeführt. Neben dem Gedenken an den Verunglückten wird dabei aber auch die Fitness, die Ausbildung, die Kameradschaft und die Geselligkeit, alles wichtige Eigenschaften der Bergwacht, gefördert.
Das Rennen um den von der Famile Wein vom Laxerlehen gestifteten „Laxer-Anton-Gedächtnispokal“ wurde am letzten Samstag auf dem bestens präparierten Krautkaserhang am Jenner ausgetragen. Hier mußte ein Teilnehmer ca. 200 Höhenmeter aufsteigen und dann seinen Abfahrer berühren. Auf diesen wartete ein ca. 200 Quatratmeter großes „Lawinenfeld“ das mit einer Anzahl Verschüttetensuchgeräten gespickt war. Er mußte eine kurze Strecke zu Fuß zurücklegen, dann ein Verschüttetensuchgerät in einem Gewirr von Signalen orten und ausgraben, ehe er seine Ski anschnallte und durch Richtungstore in rasanter Fahrt in das Ziel fuhr. Die Mannschaft mit der Bestzeit absolvierte diesen Vorgang in 10:23:73 Minuten. Auch die zehn folgenden Mannschaften lagen nur wenige Sekunden oder Minuten hinter dieser Zeit. Ein Beweis, dass die Angehörigen der Bergwacht Berchtesgaden allen Anforderungen gerecht werden.
Den Abschluß bildete die Siegerehrung im Rahmen eines gemütlichen Abends mit den Frauen und Freundinnen der Bergwachtmänner in der Berggaststätte Vorderbrand, wo die Wirtsleute mit einem ausgezeichneten Essen aufwarteten und die Schellenberger Tanzelmusik für eine angenehme Unterhaltung sorgte. Bereitschaftsleiter Franz Kermer beglückwünschte die Mannschaften und freute sich über die gelungene Veranstaltung. Den ersten Platz errang Berti Benischke und Hans Kurz, 2. wurden Jakob Brandner und Kristina Bähr und 3. Georg Lenz und Anton Kurz.
Hubert Heil
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