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16.02.2003

Schwerer Skiunfall am Jenner

Auf allen Pisten des Berchtesgadener Talkessels finden Skifahrer nach den ergiebigen Schneefällen ideale Schneebedingungen und bestens gepflegte Pisten. Allerdings verleiten diese schönen Skipisten auch zum schnellen Fahren, was zwangsläufig zu Unfällen führen kann. So kam es am Sonntag gegen 13.30 Uhr am Jenner auf der Abfahrt vom Mitterkaser Joch zu einem schweren Kollisionsunfall.

Ein Erwachsener und ein elfjähriger Schüler aus dem Raum Berchtesgaden stießen im unteren Teil der Abfahrt mit solcher Wucht zusammen, dass beide schwere Verletzungen erlitten. Am Jenner anwesende Bergwachtmänner waren nach kurzer Zeit an der Unfallstelle und leiteten die Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Sie wurden von einem zufällig anwesenden Arzt aus Schönau unterstützt. Gleichzeitig wurden zwei
Rettungshubschrauber alarmiert. Während der Rettungshubschrauber »Christoph 14« bei ständig wechselndem starkem Nebel die Unfallstelle noch anfliegen konnte, musste »Christopherus 6« aus Salzburg nach mehren Versuchen abbrechen.

Der schwerverletzte Schüler wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik nach Salzburg geflogen. Der zweite Verletzte wurde von der Bergwacht mit einem Ackja zum Zielhaus am Krautkaserfeld gebracht und dort dem Notarzt übergeben.
Die Polizeiinspektion Berchtesgaden nahm vor Ort die Ermittlungen auf. Ebenso wurde am letzten Sonntag am Jenner ein Skifahrer aus Nordbayern angefahren und verletzt. Der Verursacher hat sich unerkannt von der Unfallstelle entfernt. Der Verletzte musste von der Bergwacht in das Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Skifahrer aus Sachsen kam offensichtlich durch ein rücksichtsloses Verhalten eines anderen zu Sturz, verletzte sich schwer und musste mit dem Rettungshubschrauber zum Kreiskrankenhaus geflogen werden.

Die Bergwacht erinnert in diesem Zusammenhang an die allgemein gültigen Ver-
haltensregeln auf Skipisten (FIS-Regeln) und fordert zu einer gegenseitigen Rücksichtnahme auf. Insgesamt hat die Bergwacht Berchtesgaden in den verschiedenen Skigebieten vom 1. bis zum 16. Februar 32 verletzte Skifahrer versorgt und zu Tal gebracht.

Hubert Heil



20.01.2003
27.02.2003