Das herrliche Spätsommerwetter der vergangenen Woche lockte eine große Zahl von Touristen auf die Berge. Dem entsprechend wurde die Bergwacht Berchtesgaden in dieser Zeit insgesamt zu zehn Einsätzen zum Teil gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber alarmiert.
Es begann am Sonntag mit einem Einsatz im Klammweg nach Maria Gern. Dort stürzte eine 61-jährige Urlauberin aus Freising und zog sich dabei eine schwere Verletzung zu. Der Notarzt des Kreiskrankenhauses war in kurzer Zeit vor Ort und versorgte die Verletzte. Die Bergwacht brachte die Frau in der Gebirgstrage zum bereitstehenden Rettungsfahrzeug.
Am Montag waren es zwei Einsätze im Bereich der Königsbachalm. Dort hat sich ein 69-jähriger Gast aus dem Raum Dortmund und ein Mann aus dem Raum Berchtesgaden jeweils beim Wandern eine Beinverletzung zugezogen. Beide wurden mit einem Bergrettungsfahrzeug zum Kreiskrankenhaus gebracht.
Eine 77-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen mußte am Dienstag mit einer Beinverletzung auf dem Weg zur Kneifelspitze versorgt und zum Krankenhaus gebracht werden.
Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ wurde dann am Donnerstag eine 65-jährige Frau aus Niederbayern vom Kehlstein zum Krankenhaus geflogen. Der Gast zog sich bei einem Sturz auf dem Weg eine Beinverletzung zu.
Lichtzeichen am Hohen Brett wurden vom Tal aus am Freitagabend gemeldet. Nachdem eine Einatzgruppe zum Mitterkaserjoch gefahren war, entpuppte sich die Beobachtung als Fehlalarm.
Am Samstag mußte eine Frau mit unklaren Beschwerden mit dem Rettungshubschrauber „Christopherus 6“ aus Salzburg vom Stahlhaus in das Landeskrankenhaus nach Salzburg geflogen werden.
Schon früh begannen die Einsätze am Montag. Gegen 01:00 Uhr kam die Alarmierung zu einem Einsatz im Stahlhaus. Dort hatte sich ein 75-jähriger Gast bei einem Treppensturz mehrere Verletzungen zugezogen. Eine Einsatzgruppe mit einem Bergwachtarzt brachte den Verletzten nach der Versorgung mit einem Bergrettungsfahrzeug in das Krankenhaus nach Berchtesgaden.
Gegen 18:30 Uhr wurde ein 4-jähriges Kind am Grünstein vermißt gemeldet. Mehrere Kinder stiegen von der Kiesgrube im steilen Gelände in Richtung Grünstein auf. Als es immer schwieriger wurde, kamen sie auch wieder zum Ausgangspunkt zurück, allerdings ohne dem Jüngsten. Nachdem der Vater davon erfuhr, nahm er sofort die Suche auf und verständigte vorher noch die Bergwacht. Eine Gruppe mit einem Suchhund rückte aus. Der Rettungshubschrauber aus Traunstein nahm einen Bergwachtmann zu einem Suchflug auf. Der Vater und die Hubschrauberbesatzung entdeckten fast gleichzeitig den kleinen Buben, der einige Meter abgerutscht war und sich dabei Verletzungen zugezogen hatte. Der abgesetzte Bergwachtmann brachte den kleinen Bergsteiger dem Notarzt im schwebenden Hubschrauber, der dann direkt zum Krankenhaus flog.
Fast zur gleichen Zeit wurde ein erkrankter Bundeswehrsoldat aus der Strub am Hohen Göll gemeldet. Hier übernahm der Rettungshubschrauber aus Salzburg die Versorgung und den Transport zum Krankenhaus Berchtesgaden.