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 | Bergwacht Berchtesgaden - 11.10.2010 |
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Sturz im Grünstein-Klettersteig
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Bergwacht birgt 55-Jährige mit Schulterverletzung - Einsatzreicher Samstag
Als arbeitsreich entpuppte sich für die Bergwacht Berchtesgaden der vergangene Samstag. Den Anfang machte eine 55-jährige Münchnerin, die im Grünstein-Klettersteig etwa auf halber Höhe zwei Meter ins Klettersteigset gefallen war und sich dabei eine Schulterverletzung zugezogen hatte. Der Bergwachtarzt wollte die Frau vom Rettungshubschrauber «Christoph 14« mittels Taubergung aus der Wand holen, was jedoch nicht funktionierte. Daraufhin ließ er sich weiter oben am Grat aussetzen und stieg zur Verletzten ab. Nach einer Notversorgung holte ein Bergretter die Münchnerin vom Hubschrauber aus mittels Kapperbergung aus dem Klettersteig, um sie anschließend zum Landeplatz in Königssee zu bringen.
Der Hubschrauber war noch vor Ort, als ein Waldbrand im Jennerbereich gemeldet wurde. Als die Maschine schon zur Erkundung unterwegs war, klärte sich die Sache mithilfe der Polizei auf. In Wirklichkeit hatte ein Bauer ein ordnungsgemäß angemeldetes Feuer entzündet, um Schwendholz zu verbrennen. Es dauerte nicht lange, da wurde die Bergwacht zur Jenner-Bergstation gerufen. Dort hatte eine 62-jährige Waldkraiburgerin Kreislaufprobleme und Herzrasen. Die Bergretter brachten die Frau mit dem Auto nach Hinterbrand und übergaben sie der Krankenwagenbesatzung des BRK, die die Frau ins Krankenhaus Berchtesgaden einlieferte.
Gleich im Anschluss eilten die Bergwachtangehörigen zum »Steinernen Bankei« oberhalb von Königsbach. Dort klagte eine 49-jährige Frau aus Schleiz über massive Kreislaufprobleme. Weil es der Wanderin während des Abtransports im Bergwachtfahrzeug auch sehr schlecht ging, holte man den Notarzt nach, der die Frau versorgte. Anschließend übergab man die Erkrankte an die Besatzung des Krankentransportwagens. Ebenfalls über Kreislaufprobleme klagte ein 39-jähriger Bergsteiger aus Bad Füssing. Der Mann war am Morgen mit einem Freund per Seilbahn auf den Jenner gefahren, um anschließend den Schneibstein zu besteigen. Beim Abstieg setzten dann die konditionellen Probleme ein. Der Mann kam völlig dehydriert und erschöpft beim Stahlhaus an, wo er kaum mehr gehen konnte. Die Bergwacht brachte den Bad Füssinger ins Tal, wo er sich selbstständig in ärztliche Behandlung begab.
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Der Sonntag begann für die Mitglieder der Bergwacht zunächst ruhig. Am Abend gegen 18.30 Uhr aber kam die Meldung, dass eine Gruppe von Bergsteigern im Alpeltal festsitze und wegen Erschöpfung und Dunkelheit nicht mehr absteigen könne. Tatsächlich waren einige der Bergsteiger aus Offenbach und Österreich bereits ziemlich geschwächt, sodass sie über die Hilfe der mit Lampen aufgestiegenen Bergwachtler sehr erfreut waren. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Bergwacht, wegen der kürzer werdenden Tage am Berg unbedingt Stirnlampen mitzuführen.
Gegen Mittag kam am Sonntag dann noch ein Hilferuf vom Göll. Eine Gruppe hatte den Mannlgrat überquert, um dann über den Göll zum Stahlhaus zu gehen. Als es kurz vor dem Göllgipfel finster wurde, setzten sie einen Notruf ab. Die Bergwacht konnte die Bergsteiger aber am Telefon davon überzeugen, dass es besser sei, an Ort und Stelle zu biwakieren. Die Bergsteiger folgten dem Rat der Bergretter und verbrachten eine ungemütliche Nacht am Berg, die sie aber wohlbehalten überstanden
UK/Berchtesgadener Anzeiger
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