Neben dem tödlichen Absturz am Rinnkendlsteig (wir berichteten) waren während der vergangenen Tage wieder viele Wanderer und Bergsteiger auf die Hilfe der Bergwacht Berchtesgaden angewiesen: Ein Wanderer mit epileptischen Anfall im Bereich Kneifelspitze, ein gestürzter Bergsteiger mit Beinverletzung am Hohen Brett, ein Patient mit Kreislaufzusammenbruch zwischen Spinner- und Sulzbergkaser (Jenner-Gebiet), ein total Erschöpfter an der Königsbachalm und eine dreiköpfige Gruppe in Bergnot in der Watzmann-Ostwand. . Am vergangenen Samstag leisteten die Bergretter einem Patienten mit epileptischem Anfall im Bereich der Kneifelspitze Hilfe. Der alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden forderte neben seiner Mannschaft auch den Berchtesgadener Notarzt an. Der Patient wurde medizinisch versorgt und dann mit einem Rettungswagen des Roten Kreuzes ins Kreisklinikum Berchtesgaden eingeliefert.
Am Dienstag alarmierte die Rettungsleitstelle Traunstein gegen 15.30 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden, da ein 58-jähriger aus dem Raum Altötting 50 Meter unter dem Pfaffenkegel gestürzt war und sich schwer am Bein verletzt hatte. Die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ und zwei Bergwachtmänner kamen dem Mann zur Hilfe. Am Zwischenlandeplatz an der Mittelstation am Jenner nahm der Pilot einen Bergwacht-Luftretter am Variablen Tau auf und flog ihn zur Unfallstelle. Der Bergwachtmann sicherte den Verletzten zu sich ans Tau und brachte ihn zurück zum Zwischenlandeplatz, wo er dann notärztlich versorgt wurde. Der 58-Jährige wurde zum Kreisklinikum Bad Reichenhall geflogen. Im Anschluss alarmierte die Leitstelle erneut den Einsatzleiter zu einem total erschöpften Patienten mit Kreislaufproblemen am Sulzbergkaser. Der Patient wurde medizinisch versorgt und ins Tal gebracht.
Neben dem tödlichem Absturz am Rinnkendlsteig waren die Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden am Mittwoch pausenlos gefordert. Gegen 16 Uhr wurde der Einsatzleiter zu einem 81-jährigen Wanderer aus Haar mit Kreislaufzusammenbruch alarmiert, der zwischen Spinnerkaser und Sulzbergkaser auf Hilfe wartete. Per Geländewagen fuhr der Einsatzleiter zur medizinischen Erstversorgung zum Patienten. Der Pilot des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte etwa hundert Meter unterhalb der Einsatzstelle landen, von wo aus der Notarzt per Fahrzeug zum Patienten gebracht wurde. Der 81-Jährige wurde nach medizinischer Erstversorgung zum Kreisklinikum Berchtesgaden geflogen.
Gegen 17.30 Uhr ging in der Leitstelle erneut ein Hilferuf eines Bergwanderers an der Königsbachalm ein. Der Einsatzleiter alarmierte seine Mannschaft. Die Bergwachtfrauen und -männer versorgten den Mann und brachten ihn ins Tal. Noch bei der Rückfahrt zum Depot erhielten die Einsatzkräfte per Funk von der Rettungsleitstelle Traunstein die Information über eine in der Watzmann-Ostwand in Bergnot geratene Bergsteiger-Gruppe. Die dreiköpfige Gruppe aus Neuschönen kam vom eigentlich geplanten Weg ab und geriet in brüchigem Steingelände in Bergnot. Die schnelle Entscheidung des Einsatzleiters der Bergwacht in Rücksprache mit der Gruppe ermöglichte, dass die Bergsteiger kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit gerettet werden konnten. Am Landeplatz in Schönau, nahm der Pilot von „Christoph 14“ zwei Bergwacht-Luftretter an Bord und flog in Richtung Ostwand. Nach einem kurzen Überflug konnte die Besatzung mit Hilfe der sehr ortskundigen Bergwachtmänner die Einsatzstelle schnell orten. Der Zwischenlandeplatz wurde an Kühroint eingerichtet. Mit einer weiteren Mannschaft wurde der zuvor im Tal abgesetzte Notarzt mit Material zum Zwischenlandeplatz nachgefahren. In zwei Fügen mit einem Bergwacht-Luftretter am Fixtau wurden die in Bergnot geratenen Bergsteiger aus der Ostwand geholt. Die Einsatzkräfte waren bis 20.30 Uhr gefordert.