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09.09.2009

Wanderin im Rinnkendlsteig tödlich abgestürzt

Eine 60-jährige Wanderin aus Piding ist am Mittwochmittag im Rinnkendlsteig oberhalb des Königssees rund 70 Meter tief in den Tod gestürzt. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnten die Frau nicht mehr retten.

Eine Gruppe von fünf Wanderern war laut Polizei in St. Bartholomä losgegangen und über den Rinnkendlsteig aufgestiegen. Die 60-jährige Frau aus Piding ging als drittes Mitglied einer Dreiergruppe, die sich von den beiden anderen leicht abgesetzt hatte. In einer Höhe von etwa 1.300 Metern befand sich die erste Gruppe auf einem etwa einen Meter breiten ebenen Wegabschnitt, als die Frau aus bislang ungeklärter Ursache wegkippte und etwa 70 Meter tief über einen sehr schroffen Steilhang abstürzte. Nach den bisherigen Ermittlungen des Bergführers der Polizei Berchtesgaden scheidet Fremdverschulden aus. Offenbar war die Verunglückte ausgerutscht.

Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte gegen 11.30 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden, der den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zur Unterstützung anforderte. Der Pilot setzte den Notarzt und einen Bergwacht-Luftretter mit dem 50 Meter langen Rettungstau an der Unfallstelle im Steilhang ab; die Retter konnten für die Abgestürzte aber nichts mehr tun und nur noch den Tod feststellen.

Auf insgesamt drei Flügen wurden sechs weitere Bergwacht-Einsatzkräfte und Ausrüstung vom Zwischenlandeplatz in St. Bartholomä per Tau zum Unfallort im absturzgefährlichen Gelände gebracht. Die Bergwacht übernahm die Bergung der Verstorbenen, die im Anschluss von der Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 2“ per Winde aufgenommen und ins Tal geflogen wurde. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um die Begleiter der Frau, die selbständig nach Salet abgestiegen waren und mit dem Polizeiboot zur Seelände gebracht wurden. Acht Einsatzkräfte der Bergwacht waren rund dreieinhalb Stunden lang gefordert. Ein Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Im Jahr 2009 sind mit dem heutigen Fall insgesamt bereits zwölf Bergtote im Bereich der Polizei Berchtesgaden zu beklagen