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Bergwacht Berchtesgaden - 30.08.2009

25-Jähriger am Kehlstein tödlich abgestürzt

Ein 25 Jahre alter Mann aus Belgien ist am Sonntagnachmittag aus einer Rinne im Bereich des Steftensteigs am Kehlstein rund 50 Meter tief abgestürzt, wobei er tödliche Verletzungen erlitt. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und die Notärztin des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnten den Urlauber nicht mehr retten.

Der 25-Jährige war mit seiner Freundin vom Kehlstein zum Mannlgrat unterwegs, als er einen Bergsteiger im Steftensteig sah und dort weitergehen wollte. Nach rund 80 Metern im neuen Steig kam das Paar in eine Rinne, die vom eigentlichen Weg abzweigt. Aus bisher nicht geklärter Ursache stürzte der Mann in der Rinne plötzlich rund 50 Meter tief ab.

Bei der Rettungsleitstelle Traunstein ging kurz vor 15 Uhr der erste Notruf ein. Der daraufhin alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden forderte neben seiner Mannschaft den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ an. Die Besatzung hatte gerade einen Patienten im Kreisklinikum Bad Reichenhall abgeliefert und konnte ohne Zeitverlust direkt weiter zum Landeplatz nach Schönau am Königssee fliegen, wo der Einsatzleiter abgeholt wurde.

Vom Zwischenlandeplatz an der Scharitzkehlalm aus brachte der Pilot einen Bergwacht-Luftretter und die Notärztin per Rettungstau zur Unfallstelle im Steilhang, wo die Einsatzkräfte aber nur noch den Tod des Abgestürzten feststellen konnten. Nach medizinischer Einschätzung erlag der Mann vermutlich sofort seinen schwersten Kopfverletzungen. Der Verstorbene wurde im Anschluss durch weitere Einsatzkräfte der Bergwacht geborgen und von der Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ per Winde aufgenommen und ins Tal geflogen. Da zuvor zwei ebenfalls tödlich abgestürzte Bergsteiger vom Blaueisgletscher am Hochkalter geborgen werden mussten, war der Polizeihubschrauber bereits im Bereich Berchtesgaden unterwegs.

Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht kümmerte sich um die Freundin des 25-Jährigen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat ein Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden aufgenommen. Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden waren rund viereinhalb Stunden lang gefordert.