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Bergwacht Berchtesgaden - 02.07.2009

Vermisster Wanderer im Funtenseegebiet

Ein im Funtenseegebiet vermisster 71-jähriger Wanderer hat am späten Donnerstagabend die Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei in Atem gehalten. Der passionierte Jäger hatte sich am Weg in Richtung Funtensee im Bereich des Schwarzsees von seiner Wandergruppe getrennt, um sich die Gegend und die Wildtiere anzusehen, wobei er im Anschluss in die falsche Richtung zum Königssee zurückging und nicht wie der Rest der Gruppe zum Kärlinger Haus weiterwanderte.

Die besorgten Begleiter setzten einen Notruf bei der Rettungsleitstelle Traunstein ab, die gegen 20 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden alarmierte. Zum Transport der Suchmannschaften wurden der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und die Wasserwacht Berchtesgaden mit ihrem Rettungsboot nachgefordert. Die Polizei schickte einen weiteren Hubschrauber mit Wärmebildkamera ins Funtenseegebiet.

Die Besatzung von „Christoph 14“ setzte in zwei Flügen insgesamt vier Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden am Grünsee und an der Sagerecker Holzstube ab, wobei auch das Gelände im Bereich Wasseralm und Saugasse aus der Luft abgesucht wurde; die Mannschaften suchten bei strömendem Regen und einsetzender Dunkelheit den Weg vom Grünsee zum Kärlinger Haus und den Sagerecker Steig bis zum Königsseeufer ab, konnten den Vermissten aber nicht finden. In einem weiteren Flug wurden zwei Suchhundeführer der Bergwacht zum Schwarzsee gebracht, die im Anschluss ohne Ergebnis die Wege zur Wasseralm und zum Halsköpfel kontrollierten. Die Besatzung des Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera lotste die Einsatzkräfte im Sagerecker Steig per Funk zu verschiedenen Wärmequellen – bis auf einige Wildtiere wurde aber auch dort niemand geortet. Die Wasserwacht Berchtesgaden war mit vier Helfern im Einsatz und brachte weitere Bergwacht-Einsatzkräfte nach Salet und Bartholomä, wobei auch alle Hütten am Seeufer abgesucht wurden.

Gegen 22 Uhr traf der Vermisste dann unverletzt am Kärlinger Haus auf eine Suchmannschaft der Bergwacht, wobei er von der groß angelegten Suche bisher nichts mitbekommen hatte. Die Einsatzkräfte der Bergwacht mussten bei Dauerregen durch absturzgefährliches Gelände zu Fuß über den Sagerecker Steig und die Saugasse absteigen und wurden nach Mitternacht von der Wasserwacht per Rettungsboot zurück zu Seelände gefahren. Einsatzende für Bergwacht, Wasserwacht und Polizei war gegen 3 Uhr.