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 | Bergwacht Berchtesgaden - 03.01.2008 |
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Erneute Rettung von Skitourengehern
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Die Einsatzreihe in den letzten Tagen des Jahres 2007 setzte sich bei der Bergwacht Berchtesgaden auch zu Beginn des Neuen Jahres fort. Wiederum mussten Skitourengeher von der "Großen Reibe" und der "Kleinen Reibe" gerettet werden.
Zunächst war es am 2. Januar ein Hund, der einen Bergwachteinsatz erforderlich machte. Urlaubsgäste aus Niedersachsen gingen mit ihrem Golden Retriever von der Jennerbahn Bergstation auf dem Gipfelweg zur Aussichtsplattform unter dem Jennergipfel. Während sie den grandiosen Ausblick auf den Königssee genossen, erforschte der Hund das Gelände außerhalb des Zaunes und stürzte dabei an der steilen Südseite, vermutlich mit einem lockeren Schneestock, rund 100 Meter ab. Zwei über die Rettungsleitstelle alarmierte Bergwachtmänner sicherten sich an einem entsprechend langen Seil und fanden schließlich den völlig verstörten aber noch lebenden Hund. Ergeben ließ er sich dann von einem Bergwachtmann über die lange, steile Strecke hoch tragen.
Gegen 18:35 Uhr, als es längst dunkel war, kam der nächste Alarm. Per Handy meldete sich ein Mann und eine Frau aus Wien bei der Rettungsleitstelle. Sie erklärten, dass sie heute die Skitour „Kleine Reibe“ gegangen sind, sie seien nicht ortskundig, haben kein Licht dabei, sie stehen bei einer Hütte, wissen aber nicht wo.
Mit dieser Information rückten zwei Suchgruppen in diese Richtung aus. Die Bergwacht Ramsau wurde um Unterstützung mit dem „Quad“ , einem geländegängigen Raupenfahrzeug, gebeten. Mit einer weiteren Unterstützung durch ein Pistenfahrzeug der Jennerbahn kam eine Suchgruppe vom Krautkaser auf das Mitterkaserjoch. Nach mehreren Telefonaten fand man die beiden gegen 20:30 Uhr etwas unterkühlt aber sonst wohlbehalten im Königstal. Vermutlich wollten sie über den Königsweg die Mittelstation der Jennerbahn erreichen, sind aber dann eine Etage zu hoch vom Priesbergmoos in das Königstal gelangt.
Am 03.01. gegen 16:10 Uhr meldete sich eine Skitourengruppe, dieses Mal von der „Großen Reibe“. Eine „Haute Route“ in den Bayerischen Alpen mit einer Gesamtlänge von rund 50 km und in Höhen um 2000 Meter. Die zwei Männer und eine Frau aus Nürnberg brachen heute um 06:00 Uhr am Stahlhaus auf und kamen aber dann schon vor dem Jägerbrunntrog, einer markanten Höhe im Hagengebirge, von der richtigen Route ab. Eine konkrete Beschreibung ihres Standortes konnten sie nicht geben.
Der angeforderte Polizeihubschrauber traf bei völliger Dunkelheit am Tallandeplatz beim Schneewinkelsportplatz ein und startete mit einem Bergwachtmann an Bord zu einem Suchflug. In der so genannten „Schreck“ nördlich des Wildpalfen wurden die drei entdeckt. Über Lautsprecher wurden ihnen Anweisungen gegeben. Inzwischen ist ein zweiter Polizeihubschrauber mit Winde in Königssee eingetroffen. Ein Bergwachtmann wurde mit der Winde bei der Gruppe abgesetzt. Nach dem Vorbereiten und Anlegen der Rettungsgurte konnten die in Bergnot geratenen aufgenommen und in das Tal geflogen werden.
In diesem Zusammenhang weist die Bergwacht darauf hin, dass solche Einsätze nicht nur mit erheblichen Kosten für die Betroffenen, sondern insbesondere zur Nachtzeit, auch mit erheblichen Gefahren für die Einsatzkräfte verbunden sind.
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